Unsere Partnerschule in Bad Kudowa / Polen
Seit 1996 hat die Eichendorffschule eine intensive Schulpartnerschaft mit der Schule Nr. 2 im polnischen Bad Kudowa (Kudowa Zdrój). Jedes Jahr besuchen sich Schülergruppen in Polen und in Deutschland. Mittlerweile sind schon viele Freundschaften zwischen den deutschen und polnischen Jugendlichen entstanden. Kudowa ist ein schöner Kurort mit ca. 10000 Einwohnern in Niederschlesien, in der ehemaligen Grafschaft Glatz direkt an der Grenze nach Tschechien.
Inmitten wunderschöner Landschaft gibt es hier eine ganze Reihe von Naturdenkmälern wie z.B. die "Wilden Löcher" oder das Tafelgebirge zu bewundern. Die Kreisstadt Glatz (Klodzko) oder Breslau (Wroclaw) sind nur einige der lohnenden Ausflugsziele.
Unsere Partnerschule
Hier findet sich die sechsjährige Grundschule und das daran anschließende dreijährige Gymnasium.
Der Ort
Bad Kudowa ist seit über 250 Jahren ein bekannter Kurort. Die allerersten Kenntnisse vom Bestehen der Siedlung im heutigen Kudowa stammen aus dem 15. Jahrhundert. Der erste Name des Dorfes war Lipolitow, während der deutschen Zeit änderte sich der Name dann in Cudowa und später dann schließlich in Bad Kudowa.
Die schöne Stadt liegt am Fuße des mit Mischwald bewachsenen Parkberges und unmittelbar an der polnisch-tschechischen Grenze. Der westliche Teil der Grafschaft Glatz (Klodzko), in dem Bad Kudowa (Kudowa Zdrój), Bad Altheide (Polanica Zdrój) und Bad Reinerz (Duszniki Zdrój) liegen, besteht aus zwei Niederungen, die miteinander durch den Bergsattel Polnische Pforte (Polskie Wrota) verbunden sind.Vom Norden umgeben mit dem Massiv des Heuscheuergebirges (Góry Stolowe) und vom Süden mit dem Adlergebirge (Góry Orlickie) und Habelschwerdtgebirge (Góry Bystrzyckie). Alle diese Gebirgsketten gehören zu den Sudeten. Eine der erwähnten Niederungen, und zwar die westliche, trägt den Namen Kudowianer Niederung. Es ist ein flacher, von drei Seiten mit Bergen umgebener Kessel: von Norden das Heuscheuergebirge, von Westen die Lewiner Berge und von Süden die Erhebungen des Adlergebirges.Die Niederung Kudowas besteht aus Mergeln mit Kalkeinlagen und rotem Granit der Oberkreidezeit.
Innerhalb der Stadtgrenze fließen folgende Gewässer: Kudowianer Flössel (Kudowski Potok) - entspringt dem südlichen Teil des Spiegelberges (Skalniak) 915 m ü. M. im Heuscheuergebirge, auf der tschechischen Seite fließt es in die Metuja unter dem Namen Brlenka. Grenzecker Wasser (Czermnica) - Zufluß des Kudowianer Flössels, entspringt dem Langen Sumpfgebiet des Spiegelberges. Schnelle (Bystra) - im Oberlauf nennt man sie Klikawa - ihre Quelle entspringt aus dem inzwischen ausgestorbenen Dorf Kaltwasser (Zimne Wody) im Adlergebirge. Danczówka - nimmt ihren Anfang unter dem Bergsattel Lisia Przeecz; rechter Zufluss der Schnelle.Die Bahnlinie von Glatz (Klodzko) endet in Bad Kudowa. Auf der Landstraße, die von Glatz über Bad Altheide und Bad Reinerz führt, kommt man mit dem Auto oder Bus nach Bad Kudowa. Außerdem führt eine Nebenstrecke von Glatz über Bad Altheide, Albendorf (Wambierzyce), Wünschelburg (Radków) und Karlsberg (Karlów) nach Bad Kudowa. Die einzige Eisenbahnverbindung vom Landesinneren führt über Glatz. Von Bad Kudowa aus gibt es direkte Busverbindungen zu vielen polnischen Kreisstädten wie Warschau (Warszawa), Breslau (Wroclaw), Waldenburg (Walbrzych), Grünberg (Zielona Góra), Bielitz-Biala (Bielsko Biale).Bad Kudowa hat das mildeste Klima der Sudeten, begünstigt durch die hervorragende Abschirmung der Winde; von einer Seite werden sie durch das Heuscheuergebirge und von der gegenüberliegenden Seite durch das Adlergebirge abgehalten. Luft, Boden und Wasser von Bad Kudowa sind völlig jodfrei, was besonders wichtig für Kurgäste ist, welche mit der Überfunktion der Schilddrüse zu tun haben. Der Kessel, in dem Bad Kudowa liegt, ist vom Westen her - hin zum großen tschechischen Kessel - offen. Deshalb befindet er sich unter dessen klimatischem Einfluss.
 | In Bad Kudowa ist es allgemein wärmer als im Glatzer Kessel; im Herbst, im frühen Winter und im Frühjahr ist der Unterschied sichtbar - in der Umgebung von Bad Kudowa ist es grün, während hinter dem Gebirgssattel Polnische Pforte noch Schnee liegt. |  | Im großen und ganzen besteht Kudowas Bebauung noch aus alten Häusern. Das sind entweder große Pensionen inmitten von Gärten oder auch schlichte einfache Häuser, die einen dörflichen Charakter haben. Die neueren Erholungsheime liegen an den Ausfallstraßen und stören somit nicht die Architektur des Zentrums aus dem 19. Jahrhundert.Das touristische Angebot Kudowas besteht aus zahlreichen Hotels, Pensionen und Restaurants, die in der ganzen Stadt untergebracht sind. Den Mittelpunkt bildet der Kurpark. Unmittelbar beim Kurpark, die Frontseite zum Park gerichtet, steht ein großes Gebäude, Sanatorium II, genannt "Polonia" (früher "Fürstenhof"). Es ist ein prachtvolles Gebäude vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jhd. mit 5 Stockwerken, vielen Balkonen und Terrassen, gekrönt mit einem spitzen Türmchen. In dem Gebäude befindet sich das Kurtheater und unten das Café "Piekielko" Vom Haupteingang des Parks zur Promenade führen zwei breite Treppen, getrennt voneinander durch Kaskaden und Rabatten. Im Sommer schmücken die Promenade prachtvolle Palmen und Kakteen. die Promenade ist belegt mit Natursteinplatten aus rotem und weißem Sandstein, sowie aus Marmor "Grüne und Rosa Marianne", gewonnen im Schneegebirge in der Nähe von Seitenberg. Im Park, auf der rechten Seite der Promenade, unmittelbar am Fuße des Parkberges steht ein historisches Gebäude, Sanatorium I, genannt "Schlösschen", mit einem charakteristischen Mansardendach. Erbaut wurde es im 18. Jhd. an Stelle eines früheren Jagdschlosses. Höchstwahrscheinlich nutzte man die alten Mauern des Jagdschlosses zum Bau des Sanatoriums. In der Halle des "Schlösschens" befindet sich eine Tafel zu Ehren von Prof. Dr. med. Anton Falkiewicz (1901-1977) von der Medizinischen Akademie in Breslau, welcher über viele Jahre mit Bad Kudowa intensiv verbunden war.Gegenüber dem "Schlösschen" an der Promenade befindet sich das neue Kurhaus mit Trinkhalle und Konzertsaal. Erbaut zwischen den beiden Weltkriegen, ähnelt es in der Architektur dem "Schlösschen". Nach den ursprünglichen Plänen sollte es einen 2. Flügel haben - eine bedeckte Wandelhalle. Das Innere der Trinkhalle ist dekoriert mit schönen Palmen sowie Bildern des ungarischen Künstlers Apard v. Molnar, welche die Entwicklung des Kurortes darstellen.
Vor dem Eingang zur Trinkhalle steht eine stilisierte Mädchenskulptur, die aus der Schale Mineralwasser trinkt. Aufgestellt wurde sie 1970 gemäß dem Projekt von Henryk Wszolka. Aus dem gleichen Jahre stammt das Mosaik von Prof. Tadeusz Chrzeszcz, welcher verschiedene Bäderszenen des Kurortes zeigt. Der Rundbau der Trinkhalle ist verbunden mit dem großen hellen Konzertsaal, dessen Orchesterpodium zum Anlaß des 1. Moniuszko - Festivals (1962) erbaut wurde sowie vielen Reihen bequemer Sessel. Der Saal ist dekoriert mit Gemälden von Arkady Wlodczak. Neben dem Konzertsaal befinden sich hinter großen Glasscheiben mehrere Souvenierläden. Die Trinkhalle in Kudowa ist die prächtigste und schönste Trinkhalle Polens. Im Flügel der Trinkhalle befindet sich das Neue Kurhaus, ausgestattet mit modernsten Geräten und sehr ästhetischen Kabinen, die mit farbigen Fliesen und Marmorböden belegt sind. Der westliche Teil der Promenade ist bepflanzt mit Kastanien. Unter jedem Baum steht eine Bank in Richtung Konzertmuschel, wo an schönen Tagen Konzerte dargeboten werden. Daneben befindet sich eine große, mit einem Blechdach gedeckte Wandelhalle. Links der Halle befindet sich ein Gebäude mit Kurambulanz, Arztpraxen, oben Servicebüro und Café "Kosmiczna". Daneben befindet sich eine Naturheilpraxis mit Anwendungsräumen im 1. Stock und im Erdgeschoß das Café "Raj", daneben seit dem Jahr 2000 das Café "Pod Palmami", der Treffpunkt der Jugend-Kulturszene Kudowas. Ein Teil des Parks nördlich der Promenade hat Ähnlichkeit mit einem Ziergarten. Dort steht auf einem Steinsockel der Kopf vom Stanislaw Moniuszko, erstellt vom Bildhauer Mieczyslaw Walter. Von der Kurbadstraße (ulica Zdrojowa) kommt man zur internationalen Straße E 67, welche zum Grenzübergang Kudowa - Schnellau (Slone) führt. Ungefähr in der Mitte der Kurbadstraße befinden sich Wohnsiedlungen sowie viele Läden und ein einstöckiges Warenhaus.
Grundlage für die Entstehung und Entwicklung Kudowas waren zahlreiche Mineralquellen. Der Kurort besitzt dreigefasste Mineralquellen: Eniadecki, Marchlewski und Moniuszki. Das Wasser dient für Kohlensäurebäder und zur Trinkkur. In der Trinkhalle wird es in der ursprünglichen Temperatur oder erwärmt angeboten. Behandelt werden hier Kreislauferkrankungen, Arteriosklerose, Herzkranzgefäßprobleme, Folgen von Herzinfarkten und Herzfehlern, Bluthochdruck, endokrine Krankheiten, Blutkrankheiten und Neurosen sowie Übergewicht.Außer den oben erwähnten medizinischen Möglichkeiten können die Feriengäste den großen, schönen Kurpark zum Spazierengehen und Entspannen nutzen. Der Kurpark wurde Mitte des 18. Jhd. im englischen Stil errichtet. Im Park wachsen 300 verschiedene Arten von Bäumen und Sträuchern, unter ihnen geschützte Arten. Es ist eine sorgfältig erhaltene Ruhestätte mit vielen Spazierwegen und Bänken. Die Zierde des Parks während der Sommersaison sind die vielen Palmen und Kakteen.
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