|
Die erste Nachricht von Père Gilbert aus Canada Ein Brief, zugeschickt von Père Gilbert, über die Zustände in Haiti - 12.01.2010 Theologenseminar zerstört - Erste Spende der Eichendorffschule - 22.01.2010 Brief von Père Provincial Laurent E. Pierre - 22.01.2010
Die erste Nachricht von Père Gilbert aus Canada
Hello to one and all. Just a line along with a few photos. Photos of Bassan, Cifor etc etc. As for Jean-Rabel, Port-de-Paix and Gros-Morne all is fine there. And I wish to thank you all for your prayers for my people and especially for the SMM in Haiti we are mourning our dead as well as those of others also. And in advance for all the assistance that one and all will be able to sent to Haiti. Thanks to one and all: MESI ...MESI ANPIL. Please keep us all in your prayers. And do pray for me !!!! Prayerfully yours Père Gilbert, Ti-Pè Père Gilbert Petitpas Missionnaire Montfortain
  
  
Seite oben Startseite
Augenzeugenbericht aus Port-au-Prince
vom 12.01.2010, 20.40 Ortszeit (2.40 Uhr MEZ)
Ein Brief, zugeschickt von Père Gilbert, über die Zustände in Haiti:
Die Erde hat heute Nachmittag in Port-au-Prince sehr stark gebebt, noch heute Abend gab es Erschütterungen. Alle Häuser, sogar die stabilsten Häuser in der Stadt, wurden ganz oder teilweise zerstört, weder die Kathedrale noch der Präsidentenpalast blieben verschont. Das Leben wurde heute Nachmittag in der Hauptstadt angehalten. Nach den Erschütterungen hat sich eine Staubwolke über die Stadt gelegt, als Folge des Zusammenbruchs der Häuser.
  
Sorgt euch nicht um die anderen Montfortaner, ihre Häuser sind in gutem Zustand, dort haben wir keine Tote. Wir können nur nicht mit ihnen Kontakt aufnehmen um zu erfahren, wie es ihnen geht. Hier in Sapotille haben die Wände der Häuser Risse bekommen, im Inneren ist alles durcheinander, aber wir sind am Leben und gesund. Wir haben sogar Licht. Der Kindergarten und die Kapelle wurden zerstört. Alle Häuser oberhalb des Hügels sind eingestürzt. Die Menschen befinden sich in den Straßen, sie schreien und stöhnen, man ist total stumpfsinnig, man kann nicht weinen trotz dieser vielen Schäden. Morgen werden wir die Toten und die Verwundeten zählen. In den Elendsvierteln, die die Städte in den Bergen umschließen, muss es noch schlimmer sein.
  
Informiert euch, die Medien werden schnell über diese Katastrophe berichten. Ich möchte nicht noch mehr über das schreiben, was ich heute gesehen habe. Wir hoffen, dass sehr schnell eine große Unterstützung auf internationaler Ebene einsetzt. Port-au-Prince muss wieder hergestellt werden, aber zunächst müssen wir die Menschen retten. Ich gehe das Risiko ein, in mein Zimmer zurückzukehren, um euch diese Nachricht zu schicken. Dann komme ich schnell zurück, denn von Zeit zu Zeit gibt es Nachbeben, alle sind draußen. Verfolgt die Nachrichten, sie berichten schon darüber. Père Maurice
  
Seite oben Startseite
Das Theologenseminar in Haiti wurde beim Erdbeben völlig zerstört - alle Studentinnen und Studenten sind in den Trümmern umgekommen.

Vertreter der Eltern und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule hörten betroffen den Bericht von P.Euteneuer am Mittwoch (20.01.10) bei der Gesamtkonferenz. "Die Kirche in Haiti geht einer schweren Zukunft entgegen. Alle jungen Frauen und Männer, die die Kirche in die Zukunft führen wollten und sollten, sind während der Vorlesungen in den Trümmern umgekommen." Auf Umwegen über Belgien und Kanada gab es den Hilferuf, dass vor allem Wasser und Nahrung benötigt werden. "Sammelt, sammelt", lautet der dringende Ruf, "jeder Cent ist bitter nötig." Die Projekte im Nordwesten, die von den Montfortanern betreut werden, scheinen in Takt zu sein, aber viele Menschen kommen jetzt - nur mit den Kleidern, die sie auf dem Leib tragen - dorthin und keiner kann sagen, wie sie versorgt werden können. "Was jetzt nötig ist," so Pater Euteneuer, "ist die Versorgung mit Nahrung und Wasser und medizinische Betreuung. Danach muss aber genauso dringend die Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Das wird noch für längere Zeit u.a. finanzielle Unterstützung benötigen."
 Uwe Müller, P.G.Euteneuer, Hans-Werner Siebenborn, Michael Stritzke - Foto: Matthias Leitzke
6.000 Euro und 3.200 Euro Spende für Haiti Der Schulleiter unserer Schule, Hans-Werner Siebenborn, konnte P. Euteneuer einen Scheck über 6.000 Euro überreichen, das Ergebnis des Adventbasars im letzten Jahr. Weiterhin teilte er mit, dass die Spendenaktion, zu der sofort nach Bekanntwerden des Erdbebens aufgerufen wurde, in der ersten Woche 3.200 Euro erbracht hatte. Die Spendenaktion soll auch noch weiter laufen. Die Schulleitung, das Kollegium und alle Mitarbeiter der Schule danken für die bisherige Spendenbereitschaft und bitten weiter um finanzielle Unterstützung für die notwendige Hilfe in Haiti. Die Don Bosco Schule in Hildesheim und die Edith Stein Schule in Bremerhaven haben ihre Unterstützung für Haiti zugesagt.
Seite oben Startseite
Brief von Père Provincial Laurent E. Pierre - 22.01.2010
Chers Confrères, Je vous suis tres reconnaissant envers tous ceux et toutes celles, qui ont bien voulu manifester leur sympathie, leur solidarité, devant cette catastrophe surprenante, ce terrible événement. Je voudrais aussi m’excuser pour mon retard dans le courriel. Parce que :
-
Je ne me sens pas encore serein pour rester pendant longtemps à l’intérieur d’une maison qui est un handicap.
-
J’étais en train d’entreprendre des démarches pour les 11 confrères morts, dont 10 scolastiques et 1 prêtre. Les 10 scolastiques sont déjà enterrés, mais le Père Jean Baptiste est encore sous les décombres à la maison d’Accueil.
-
>Je dois me soucier de cette population du quartier qui vient s’établir sur la cour de la maison provinciale. Nos quatre maisons à Port-au-Prince sont remplies de gens sinistrés. De toute façon, nous nous voyons dans l’obligation de chercher de l’aide pour eux, bien que nous soyons aussi victimes de cette même catastrophe.
Heureusement, j’ai la chance d’être encore vivant, car j’aurais pu être dans les décombres à CIFOR ou ailleurs. Concernant l’aide d’urgence, d’abord, nous avons besoin de la nourriture, de l’eau potable et du matériel de santé, puis des vêtements et des tentes pour s’abriter. Les autres aides viendront après. Je vous remercie encore pour votre solidarité et votre générosité et vous prie de recevoir mes salutations religieuses Ad Jesum per Mariam Laurent E. PIERRE smm Provincial
Liebe Mitbrüder, ich bin allen sehr dankbar, die uns ihr Mitgefühl und ihre Solidarität in dieser unvorhersehbaren Katastrophe, diesem schrecklichen Ereignis zum Ausdruck brachten. Ich möchte mich auch in diesem Brief für meine spätes Berichten entschuldigen.
-
Ich fühle mich noch nicht in der Verfassung, um längere Zeit im Inneren eines Hauses zu bleiben, es ist eine Beeinträchtigung für die notwendigen Arbeiten.
-
Ich bin gerade dabei, weiteres für die 11 toten Mitbrüder zu regeln, 10 Studenten und ein Priester. Die 10 Studenten sind schon beerdigt, aber der Priester Jean Baptiste ist noch unter dem Schutt des Eingangsgebäudes.
-
Außerdem muss ich mich auch um die Menschen des Viertels kümmern, die im Hof unserer Klosters Zuflucht gefunden haben. Unsere vier Häuser in Port-au-Prince sind voll von Opfern des Erdbebens. Wir sehen uns verpflichtet, ihnen Hilfe zukommen zu lassen, obwohl wir selber auch Opfer dieser Katastrophe sind.
Gott sei Dank, ich lebe noch, ich hätte auch im Schutt von CIFOR oder anderswo sein können. Was die dringende Hilfe betrifft, zunächst brauchen wir Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente, dann Kleider und Zelte, um sich zu schützen. Alles andere kommt danach. Ich danke Ihnen für Ihre Solidarität und Ihre Großzügigkeit und ich bitte Sie, meine Grüße anzunehmen. Ad Jesum per Mariam Laurent E. PIERRE smm Provincial
Seite oben Startseite
|