Religiöse Dimension

Miteinander leben - voneinander lernen!

Die Religiöse Dimension an der Eichendorffschule findet ihren Ausdruck in einer lebendigen, vielgestaltigen Umsetzung des christlichen Bildungsauftrags. Neben einem von christlichen Werten geprägten Miteinander innerhalb der Schulgemeinschaft gibt es im Schulleben fest verankerte, regelmäßige Rituale der Glaubenspraxis.

In allen Klassenstufen der Sekundarstufe I findet sowohl katholischer als auch evangelischer Religionsunterricht im Umfang von zwei Wochenstunden statt. Für die Oberstufe des Gymnasiums besteht die Möglichkeit, die Abiturprüfung im Fach katholische Religionslehre abzulegen.

Der Schultag in den Klassen beginnt morgens mit einem Gebet; einmal in der Woche kann dieses vom Klassenlehrer zu einem Morgenkreis erweitert werden. Der Morgenkreis bietet Gelegenheit zu einem geistigen Impuls oder auch zur Aussprache über aktuelle Probleme in der Klasse.

In den Jahrgängen fünf und sechs findet donnerstags in der ersten Stunde ein Gottesdienst in der Aula mit einem Schulseelsorger statt. Zwei Klassen feiern gemeinsam Gottesdienst; im Wechsel ist jeweils eine Klasse mit der Vorbereitung beauftragt. Die Jahrgänge 7 bis 10 feiern einmal im Halbjahr Klassengottesdienste, die von einigen Klassen als Projekttag in den Räumen des Hauses der katholischen Jugend (KATJU) der St. Christophorus-Gemeinde begangen werden. Die Oberstufe feiert eigenständig vorbereitete Gottesdienste.

Die neuen 5. Klassen der Oberschule und des Gymnasiums werden zu Beginn des Schuljahres in einem feierlichen Gottesdienst in der katholischen St. Christophorus-Gemeinde begrüßt, die Entlassschüler und Abiturienten werden am Ende ihrer Schulzeit ebenso feierlich im Gottesdienst verabschiedet.

Zu christlichen Feiertagen wie dem Aschermittwoch oder dem Buß - und Bettag finden Gottesdienste entweder in der katholischen Christophoruskirche oder der evangelischen Christuskirche statt. Darüber hinaus gibt es kurze Andachten auf dem Schulhof, etwa zum Fest Allerheiligen.

Als Oase der Ruhe steht Schülern und Lehrern, die Erholung vom lauten Schulalltag suchen, der Raum der Stille zur Verfügung. Einzelne oder Gruppen finden darin einen Ort des Rückzugs und des Innehaltens. Ausgestattet mit Yogamatten und Decken ermöglicht er Entspannungseinheiten wie Fantasiereisen, Autogenes Training oder Meditation. Er lädt ein zum Gebet, bietet aber auch einer ganzen Klasse genügend Platz für einen Klassengottesdienst.

Im 5. Jahrgang erarbeiten die Schüler aller Schulformen in einem zweitägigen Projekt "Eucharistie und Abendmahl" Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden christlichen Konfessionen, lernen beide benachbarten Kirchen kennen und feiern zum Abschluss Eucharistie bzw. Abendmahl.

Zu Tagen religiöser Orientierung fahren die Schüler des 10. Jahrgangs in ein christliches Bildungshaus des Bistums Hildesheim und setzen sich mit Fragen ihrer persönlichen Sinnsuche und Lebensorientierung auseinander.

Im Projekt "Compassion" lernen Schüler des 10. Jahrgangs der Oberschule und des 9. Jahrgangs des Gymnasiums "sich in den anderen Menschen hinein zu fühlen". Zwei Monate über besuchen die Schüler einmal wöchentlich einen alten oder behinderten Menschen und verbringen Zeit mit ihm.

Im Advent und in der Fastenzeit steht ein besonderes Angebot für Frühaufsteher bereit: Die religiöse Frühschicht. Zu jeweils zwei Terminen treffen sich Schüler, Lehrer und Eltern vor dem Unterricht zu einer religiösen Besinnung und anschließendem gemeinsamen Frühstück in der Aula.

Als Zeichen der Solidarität findet zur finanziellen Unterstützung unserer Patenschule auf Haiti im jährlichen Wechsel ein Sponsorenlauf oder ein adventlicher Markt statt.

Das Kollegium feiert regelmäßig im Advent und zu Schuljahresende gemeinsam mit dem Kollegium der Eichendorff-Grundschule einen ökumenischen Gottesdienst.

Um die Weiterentwicklung und Wahrnehmung des christlichen Bildungsauftrags kümmert sich seit Jahren erfolgreich der Arbeitskreis "Schulseelsorge", dem interessierte Kollegen und die beiden Geistlichen der Schule angehören.

Der Arbeitskreis sorgt auch dafür, dass neue Kollegen mit dem christlichen Profil der Schule vertraut gemacht werden und in die Angebote integriert werden, indem er entsprechende Fortbildungen initiiert.